Ulan Bator

Ulan Bator

Tradition und Moderne

Die mongolische Hauptstadt Ulan Bator ist ein Ort der Gegensätze. Unmittelbar neben den allgegenwärtigen Hochhäusern einer Grossstadt und durchgestylten Bürogebäuden im Zentrum sind ganze Jurtenquartiere entstanden. Ein Grossteil der Bewohner scheint sich in der traditionellen Behausung der Steppennomaden wohler zu fühlen als in der in den Himmel ragenden Architektur der Moderne. Ulan Bator ist Ausgangs- und Endpunkt jeder Mongoleireise und als kulturelles Zentrum des Landes auf jeden Fall einen Besuch wert.

Für wen sich der Aufenthalt lohnt

Ulan Bator ist keine Stadt für einen klassischen Städtetrip mit historischer Altstadt und kurzen Fusswegen von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit. Wer sich für Nomadenkultur, buddhistische Klöster und die Geschichte des Mongolenreichs interessiert, findet hier den passenden Einstieg ins Land. Wer dagegen vor allem Architektur, Gastronomieszene oder Shopping sucht, plant die Hauptstadt besser kurz ein und verlagert den Schwerpunkt auf Steppe, Gebirge und Wüste ausserhalb der Stadt.

Realistisch sind ein bis zwei Tage zu Beginn und noch einmal am Ende der Reise – genug für Kloster, Museum und Markt, dazu etwas Zeitreserve vor dem Rückflug. Der Verkehr im Zentrum ist dicht, und die Wege sind länger, als sie auf dem Stadtplan wirken. Rechnen Sie deshalb eher mit wenigen, dafür in Ruhe besuchten Zielen als mit einem dicht gefüllten Besichtigungsprogramm.

Wann Sie reisen sollten

Die Hauptsaison liegt in den Sommermonaten, wenn die Steppe grün ist und die Jurtencamps im Umland geöffnet sind. Rund um das Naadam-Fest ist die Nachfrage nach Flügen und Unterkünften am höchsten; wer in dieser Zeit reisen möchte, sollte früh buchen. Frühling und Herbst sind kühler und wechselhafter, dafür ruhiger. In den Wintermonaten ist die Kälte extrem, und in der von Bergen umgebenen Stadtlage belasten Ofenheizungen die Luft spürbar.

Was vor Ort typisch ist

Im Alltag zeigen sich dieselben Gegensätze, die den Ruf der Stadt prägen: Kaschmir- und Filzprodukte in den Geschäften, ein starker Pferde- und Nomadenbezug in Kunst und Musik, dazu Aufführungen mit Obertongesang und traditionellen Instrumenten. Die Küche ist fleisch- und milchbetont; vegetarische Alternativen finden Sie in der Hauptstadt problemlos, auf dem Land deutlich seltener.

Die Anreise erfolgt in der Regel per Flug über den internationalen Flughafen der Hauptstadt, alternativ mit dem Zug. In der Stadt selbst übernachten Sie in Hotels westlichen Standards; im Umland treten an deren Stelle Jurtencamps, häufig mit Gemeinschaftssanitär und einfacher ausgestattet als ein Stadthotel. Wer darauf Wert legt, klärt die Ausstattung der Camps vor der Buchung ab.

Womit sich Ulan Bator kombinieren lässt

Die meisten Gäste verbinden die Stadt mit dem Umland: Charchorin mit dem Kloster Erdene Zuu als historischer Ort des Mongolenreichs, die Weiten der Wüste Gobi im Süden oder der Chöwsgöl-See im Norden. Die Hauptstadt liegt zudem an der Transmongolischen Eisenbahn zwischen Russland und China, was eine Kombination mit Peking oder eine Bahnanreise aus Russland ermöglicht. Abseits der Hauptstrassen sind Sie üblicherweise mit Fahrer und lokaler Reiseleitung unterwegs, da die Infrastruktur dort kaum ausgebaut ist.

Wenn Sie unsicher sind, wie viel Zeit auf die Hauptstadt und wie viel auf das Land entfallen soll: Je kürzer die verfügbare Reisezeit, desto eher lohnt es sich, Ulan Bator knapp zu halten. Unsere Spezialisten ordnen Ihre Vorstellungen ein und stimmen Etappen, Fahrzeiten und Übernachtungen im Umland so aufeinander ab, dass die Route aufgeht.

Ulan Bator erleben – Tor zur Mongolei

Ulan Bator – auf Mongolisch Ulaanbaatar – ist für die meisten Reisenden Start- und Endpunkt jeder Mongolei Reise. Rund um den zentralen Sükhbaatar-Platz mit dem Parlamentsgebäude zeigt sich die moderne Seite der Stadt, während im Gandan-Kloster, einem der bedeutendsten buddhistischen Klöster des Landes, morgens die Mönche zu ihren Zeremonien zusammenkommen. Das Nationalmuseum führt durch die Geschichte des Landes von der Zeit Dschingis Khans bis in die Gegenwart, und vom Zaisan-Hügel im Süden öffnet sich der Blick über die ganze Stadt bis zu den umliegenden Bergen.

Ein besonderes Erlebnis ist das Naadam-Fest im Juli, wenn beim traditionellen Ringen, Bogenschiessen und bei Pferderennen die ganze Stadt auf den Beinen ist. Wer der Hauptstadt für einen Tag entfliehen möchte, erreicht den Gorchi-Terelj-Nationalpark mit seinen markanten Felsformationen als Tagesausflug – oder übernachtet dort stilecht in einem Jurtencamp.

Als angenehmste Reisezeit gelten die Sommermonate von etwa Juni bis September; die Winter sind extrem kalt – Ulan Bator zählt zu den kältesten Hauptstädten der Welt. Am schönsten lässt sich der Städtebesuch mit einer Mongolei Rundreise durch Steppe und Wüste Gobi verbinden. Praktische Hinweise finden Sie in unseren Mongolei Reiseinformationen, einen Überblick über alle Reisearten auf unserer Mongolei-Seite.

Spezialisten-Team
Offerte
Bei uns bekommen Sie Expertenwissen aus erster Hand: Dank dem einzigartigen Know-how von unseren langjährigen Reisespezialisten sind unsere Beratungen nicht nur zuverlässig und individuell, sondern beruhen auch auf echten eigenen Erfahrungen.